Kohle produzieren für ein positives Klima

Als erstes Energieversorgungsunternehmen in der Schweiz hat IWB eine Anlage zur Gewinnung von klimapositiver Wärme und ökologisch wertvolle Pflanzenkohle in Kleinhüningen in Basel gebaut. Die Anlage soll ab dem Winter 2020/21 Wärme für ca. 170 Basler Haushalte erzeugen und dabei 550 Tonnen Pflanzenkohle pro Jahr produzieren. Jährlich würden der Atmosphäre damit rund 1250 Tonnen CO2 entzogen.

Das Prinzip der Anlage sei einfach: Unter Ausschluss von Sauerstoff werde bisher ungenutztes, minderwertiges Grüngut wie Holz und verholzter Grünschnitt bei hoher Temperatur verbrannt. Dabei entsteht Abwärme, die in unser Fernwärmenetzt eingespeist wird, sowie Pflanzenkohle als Reststoff. Die dabei entstehende Pflanzenkohle speichere CO2, welches damit dem Kreislauf entzogen werde. Die Kohle können in der Landwirtschaft zur Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt werden. Schon die Ureinwohner im Amazonas kannten den hohen ökologischen Nutzen solcher Kohle: wird sie ins Erdreich eingebracht, steigert sie die Fruchtbarkeit des Bodens, lässt Lebensraum für Mikroorganismus entstehen, speichert Wasser und bindet schädlich Stoffe.

Mit der Pyrolyseanlage erreichen wir vier Ziele auf einmal:

  • Verwertung von bislang ungenutztem Landschaftspflegeholz
  • Produktion klimapositiver Wärme, Einspeisung ins IWB Fernwärmenetz
  • Produktion von Pflanzenkohle als Terra Preta (schwarze Erde als Bodenverbesserer)
  • Entzug von CO2 aus der Atmosphäre, langfristige Speicherung im Boden

Die Gärtnerei der Stiftung LBB Lehrbetriebe beider Basel hat sich für eine Zusammenarbeit mit IWB entschieden und bietet ab sofort Pflanzenkohle-Säcke à 1 Kg oder 15 Kg zum Verkauf an. Die Verpackungslogistik läuft über die Stiftung WohnWerk in Basel. IWB hat hiermit nicht nur ein klimapositives Projekt lanciert, sondern auch Stiftungen mit sozialem Hintergrund berücksichtigt.

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